“Welche Band kann schon von sich behaupten, einzigartig zu klingen?”

nachtlüx — 19.06.09 — tags: , , ,

soviel eigenlob muss drin sein:

So leise und intim Nachtlüx klingen, so intensiv und dicht ist das, was auf diesem Debüt zu hören ist. Die Musiker scheinen ihre Instrumente zu streicheln. Jede Tonfolge entwickelt sich langsam. Die Klänge sind sehr plastisch herausgeschnitzt, was an der äußerst gelungenen Produktion liegt. Der Bass ist voluminös und rund. Die Gitarren knarzen, zirpen - sie unterhalten sich oder hängen ihren Gedanken nach. Per Notebook werden sachte Electronica eingespeist. Immer wieder tastet sich behutsam ein Fender Rhodes durch die Songs. Das nach Regentropfen klingende Instrument findet seine ideale Partnerin in Lea W. Frey, deren sehnsuchtsvoll verspielter Gesang von der Heimatlosigkeit einer ziellosen, in sich zerrütteten Generation kündet. Manchmal erinnert ihre Stimme an Meret Becker. Die Berliner nennen ihre Musik “Tagtraum- und Nachtmahrmusik”, was perfekt ausdrückt, worum es dem Duo geht: die Alltagsrealität verblassen lassen und das Abgründige im Menschen hervorkehren. Nachtlüx’ Musik ist nonkonform, experimentell und freigeistig. Daher lässt sich “Nach Norden” in keine der gängigen Stilkategorien einpferchen. Das spricht für Nachtlüx, denn welche Band kann schon von sich behaupten, einzigartig zu klingen? Nachtlüx dürfen das.

(Michael Schäfer, Zillo Musikmagazin 06 / 09)

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...hat noch niemand einen kommentar hinterlassen. aber das kann man ja ändern.

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