wer ich bin

mein name ist anselm venezian nehls, ich bin musiker, produzent, tonmensch und noch ein paar andere sachen. das meiste davon hat mit hören oder denken zu tun. die klangzentrale berlin ist mein studio.


was ich mache

das kann man hier ganz gut sehen, sich hier anhören und hier nachlesen.

ich bin sowohl käuflich, als auch für spannende projekte leicht zu begeistern. schreibt mir einfach. achso und unterricht gebe ich auch.


was ich denke

textur, das ist die beschaffenheit einer oberfläche.

im leben und in der kunst, sei es die bildende kunst, die kochkunst, die kunst zu schreiben – oder eben die kunst, mit klängen zu arbeiten: die soundarchitektur, die klanglandschaftsgärtnerei – geht es für mich immer wieder um dieses zentrale thema: wie ist etwas beschaffen?

eine gute textur zeichnet sich aus durch tiefe, durch detailreichtum, variantenreichtum, durch überlagerungen – und durch ein hohes maß an zoombarkeit. wenn man – wie Sloterdijk es in „du musst dein leben ändern“ an rilkes „torso“ erläutert – eine oberfläche bis ins unendliche vergrößern, jede stelle wiederum in unendlich viele stellen unterteilen kann, ist diese oberfläche interessant. anregend, aufregend.

ich habe früh angefangen, mich für klangtexturen zu begeistern, für die bilder, die ein spannender sound entstehen lässt. die liebsten orte der kindheit: unter dem flügel, vor der stereoanlage, in der philharmonie auf den plätzen direkt hinter dem orchester. die fliegenden arpeggi in Beethovens 5. klavierkonzert, die ausufernden orchestergemälde der Mahlerschen symphonien und die rauhen, gesättigten gesänge der frühen beatles-LPs waren mein täglich brot. später kamen Stravinski, Ligeti, Pink Floyd, Portishead und die elektronische musik: ich bin klangfetischist. klangabhängiger. ein klangsaurier in zeiten von mp3 und myspace.

mehr als alles andere betreibe ich in meiner eigenen arbeit als musiker, komponist und produzent klangforschung und klanggestaltung. durch ungewohnte kombinationen, durch das verbiegen und verschieben von tönen, geräuschen, atmosphären und räumlichkeiten, versuche ich, mich der körperlosen klangwahrnehmung meiner kindheit anzunähern: als das klavier noch kein klavier, sondern eine schnur von perlen war, als die violinen noch brannten wie feuer. als noch nicht jedem klang auch eine quelle zuzuordnen war. die möglichkeiten der ton- und computertechnik sind mir zu diesem zweck ebenso willkommen wie das verwenden von nichtmusikalischem material. mit offenen ohren durch die welt gehen, die umwelt als komposition begreifen, das geräusch und den ton gleichbehandeln, den zufall, das menschliche element, nicht nur zulassen, sondern aktiv fördern – das alles sind elemente meines ausdrucks.

man muss: eintauchen können in die musik, schicht für schicht freilegen, ohne jemals den kern zu erreichen. immer wie zum ersten mal hören, endlos neues entdecken. stundenlang nur eine quinte anschlagen und die metamorphosen der obertöne verfolgen. die Sirene des krankenwagens vor dem fenster Bob Dylan in eine andere welt entrücken lassen. partygespräche als collage begreifen. beim recording das fenster öffnen. den bass im bauch fühlen und die snaredrum im gesicht. Brian Eno für einen schlechten musiker halten, aber für einen großen künstler. in der tomatensauce die frequenzen um 800 hz vermissen und mit origano auffüllen. mit allen sinnen hören.


nonkonform, experimentell und freigeistig - einzigartig (zillo)

eine eindrucksvolle platte (jazzthetik)

eine kunst, die nicht viele hierzulande beherrschen(sound & image)

klang- und seelenerlebnis allererster güte- höchstbewertung(musik an sich)

kunstvoller, stimmungsreicher, farbenfroher klangteppich (monsters & critcs)

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