neues projekt: #tweetscapes
habe ein spassiges experiment vor, dessen zutaten eine ferngesteuerte live-band und eine twitterwall umfassen und bin auf mithilfe angewiesen - bitte einmal hier klicken: klangzentrale.net/tweetscapes
habe ein spassiges experiment vor, dessen zutaten eine ferngesteuerte live-band und eine twitterwall umfassen und bin auf mithilfe angewiesen - bitte einmal hier klicken: klangzentrale.net/tweetscapes
habe mir gestern den neuen sloterdijk du musst dein leben Ă€ndern gekauft - und bin bereits hocherfreut. der rilke’sche imperativ im titel (aus dem archaischen torso apollos) lĂ€Ăt ja ein durchaus praxisaffines buch erwarten und sloterdijk lĂ€Ăt das auch in der einfĂŒhrung schon anklingen. mal sehen, was da noch kommt: ich habe noch knappe 700 seiten gedankenspaĂ vor mir.
was auf jeden fall schonmal gĂ€nsehauterregend gut gelungen ist: seine betrachtung des namensgebenden gedichtes. die selbstverstĂ€ndlichkeit, mit der er die bekannten schluĂzeilen seziert, ist fast schon beĂ€ngstigend. locker-leicht spricht er die magischen wahrheiten dieser sĂ€tze aus, die mich - und wahrscheinlich die meisten - seit dem ersten lesen nicht mehr losgelassen haben, die unbewusst auch immer als maxime meines eigenen lebens gegolten haben, die jeder vertrackten entscheidungsfindung letzten endes ihre richtung gegeben haben. es ist schon ein unterschied, ob man die kraft einer wortkombination nur unterbewusst spĂŒrt, oder ob einem dieselbe fast verlustfrei aufgefĂ€chert wird. danke dafĂŒr.
denn da ist keine stelle / die dich nicht sieht: so soll musik doch klingen, so soll doch eigentlich jedes kunstwerk beschaffen sein, oder nicht? damit wĂ€re man dann wieder bei bob dylan. der hat ja unĂŒbersehbar auch gerade mal wieder ein neues album rausgebracht. die single beyond there lies nothin groovt schonmal tierisch. und: die neue bionade ist tatsĂ€chlich so lecker wie das wort quitte im namen vermuten lĂ€sst, allerdings habe ich sie bisher nur im untergeschoĂ von karstadt am herrmannplatz finden können und auch nur in den grĂ€Ălichen plastikflaschen - bewusste verknappung oder distributionsverpeilung?
so, back to lektĂŒre solange die sonne noch den balkon beleuchtet.
zugegeben, ist schon ein paar tage alt, aber solange es noch nicht jeder gesehen hat, muss man halt nochmal drauf hinweisen: thru-you (oder hier, falls es wieder down ist). der israelische produzent kutiman hat aus versatzstĂŒcken dilettierender youtube-musikanten in liebevoller bastelarbeit eigene songs geschaffen.
damit hat er nicht nur das erste wirklich ĂŒberzeugende beispiel funktionierender internetkunst abgeliefert und wahrscheinlich ein neues genre erfunden, sondern nebenbei auch noch ein paar wunderschöne musikalische kleinode erschaffen, die zwar immer auf der kippe zur stilĂŒbung stehen, aber dank geballt-gesammelter substanz auch tatsĂ€chlich ins ohr und unter die haut gehen.
danke an martin fĂŒr den tip.